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	<title>Dichter &#38; Denker</title>
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	<description>Ein Blog über Schreiben, Kreativität &#38; Zubehör</description>
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		<title>Wie man bei Kurzgeschichtenwettbewerben rausfliegt</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Apr 2010 12:00:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich habe derzeit erstmalig die Möglichkeit, bei einem Literaturwettbewerb für Kurzgeschichten selbst in der Jury zu sitzen. Und ich muss sagen: Das öffnet Augen. Vor allem dafür, wie Juroren lesen - und was man daher als Autor berücksichtigen sollte.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer beruflich schreibt, der schreibt oft auch privat, denn er tut es gerne. Wer gerne schreibt, schreibt oft auch Kurzgeschichten. Wer  Kurzgeschichten schreibt und über diese nach literarischem Erfolg  strebt, macht früher oder später bei einem Literaturwettbewerb  irgendeiner Art mit. Die Perspektive des Autors: Man  schickt eine Story hin, die man vielleicht exklusiv für diesen  Wettbewerb geschrieben hat, schickt sie ab, hört wochen-, teils  monatelang nichts, erhält dann eine unverbindliche Absage (oder eben die  Zusage, aber das ist naturgemäß etwas seltener)</p>
<p><strong>Unlängst hatte ich die Möglichkeit, bei einem Wettbewerb selbst in  der Jury zu sitzen.</strong> Und ich muss sagen: Das öffnet Augen. Der  Wettbewerb wurde völlig überrollt, hunderte von Kurzgeschichten gingen  ein. Beim Sichten und Bewerten stecke ich jetzt so bei 50 Prozent und  stelle fest, dass sich mein Verhalten geändert hat. Während ich anfangs  noch jede Geschichte las und jede Story auch nach mehreren  Gesichtspunkten (nicht nur solides Handwerk, sondern zum Beispiel auch  die originelle Idee) bewertete, lese ich jetzt nur noch den Anfang, ein  Stück in der Mitte, und das Ende. Es geht nicht anders, die Zeit fehlt.</p>
<p>Unfair? Mitnichten. Denn <strong>einige Storys lese ich trotzdem komplett  durch.</strong> Und nur diese bekommen (danach) eine hohe Bewertung. Das von  mir erbrachte Opfer, auch die Mitte und das Ende zu lesen, ist  eigentlich  schon zu viel des Guten: Eine Geschichte, die mich nicht vergessen  lässt, dass ich eigentlich keine Zeit habe, sie zu lesen, und zur Mitte  springen muss, um vorwärts zu kommen, die <em>kann nur Mittelmaß</em> sein  (gemessen an meinem Geschmack, versteht sich).</p>
<p><strong>Während jene Geschichte, die ich unbedingt weiter lesen muss, einen   verdammt guten Job macht.</strong></p>
<p>Hier also die praktischen Regeln für Autoren, wie man sofort aus so  einem Wettbewerb rausfliegt:</p>
<ul>
<li><strong>Ignorieren Sie den Ausschreibungstext:</strong> Ihre Story mag eine  Themenverfehlung sein, macht das aber mit Ihrer Genialität wett, ganz  klar.</li>
<li><strong>Geben Sie sich keine Mühe</strong> mit dem Einstieg, der Juror  als Leser muss ja auch erst warm werden.</li>
<li><strong>Schreiben Sie das  Offensichtliche</strong>, also möglichst die Story,  die auf der Hand liegt und die Sie schon anderswo gelesen oder als  Film und TV-Serie gesehen haben. Leser und Juroren lesen gerne 100 Mal  die selbe  bewährte Geschichte in den üblichen Standard-Kulissen.</li>
<li><strong>Verwenden  Sie viele Buchstaben.</strong> Wenn das Limit bei 10 Seiten  liegt, dann machen Sie die voll. Randvoll. Gibt vielleicht Extrapunkte.</li>
<li><strong>Tricksen  Sie,</strong> um die maximale Seitenanzahl einzuhalten:  Seitenränder auf 0cm, Schrift auf 7  Punkt. Und Blocksatz, das sieht  irgendwie professionell aus.</li>
<li><strong>Machen Sie große Absätze.</strong> Textstruktur ist was für Opfer,  wahre Sieger schreiben ein Buch in einem Absatz. Auch Dialoge am besten  en bloc schreiben. Spannung ist nämlich auch, wenn der Leser nicht mehr  weiß, wer im Text wann was sagt.</li>
<li><strong>Ihnen fällt kein  interessanter Schluss ein?</strong> Einfach  weglassen, ist eh überbewertet.</li>
<li><strong>Sie haben eigentlich einen  Roman angefangen?</strong> Auch kein  Problem, Verleger verstehen das und muten Lesern einfach mal zehn Seiten  Romananfang mit Exposé der Fortsetzung zu. Das liest man oft.</li>
</ul>
<p><strong>Ist natürlich Quatsch.</strong> Die wirklichen Regeln, also: um  möglichst zu gewinnen, sind eigentlich solche, die jeder Autor  beherzigen sollte (außer bei extremen Genres wie experimenteller  Literatur), aber bei Wettbewerben werden sie noch wichtiger:</p>
<ul>
<li>Sorgen Sie dafür, dass der      erste Satz den Leser dazu zwingt,  den zweiten zu lesen &#8230;</li>
<li>&#8230; und dass der zweite Absatz      den  Leser zwingt, den dritten zu  lesen &#8230;</li>
<li>&#8230; und so weiter. Kurz: Dass      bereits der erste  Absatz den  Leser am Kragen packt und nicht mehr      loslässt. Und zwar nicht  irgendeinen geduldiger Leser, sondern <em>einen eiligen Leser</em>. Ihr  Leser ist einer, der      dringend ins Bett will, aufs Klo muss, etwas  ernsthaftes arbeiten sollte um seine Miete bezahlen zu können, lieber mit      dem  Kind was unternehmen würde, der  jetzt lieber Sex hätte, der eigentlich die Welt retten müsste &#8211; aber  während des Aufenthalts in Ihrer Story möglichst <em>nicht kann</em>, weil er mehr will, weil er nämlich <em>Ihre Story</em> weiter lesen möchte.</li>
<li>Bis zum zweiten Absatz, für den       dasselbe gilt. (Und so weiter.)</li>
<li>Absätze, für die das nicht       gilt, können sie gleich weglassen.  Zack, raus! Jeder Satz, der den Leser &#8211;      ergo auch den Juror &#8211; dazu  bringt, ihn zu überfliegen, bringt ihn dazu, sich      zu überlegen, ob  er nicht auch gleich den ganzen Rest überfliegen könnte.       &#8220;NÄCHSTER!&#8221;</li>
<li>Entscheiden Sie sich für ein spannendes Setting.  Viele Storys, die  ich gelesen haben, haben viel gewonnen, weil sie jenseits ausgelatschter Hotelteppiche wandelten, Personen ungewöhnliche (was oft heißt: besonders  gewöhnliche!) Jobs gaben oder sie in interessante Epochen schickten und  so weiter. Seien Sie im Himmels Willen einzigartig!</li>
<li>Mein Ratschlag zu  Genre-Wettbewerben oder engen thematischen  Vorgaben: Schreiben Sie ganz schnell drei bis fünf Beiträge zum Thema. <em> Rotzen Sie  diese lieblos runter.</em> Schauen Sie sich dann an, was diese gemeinsam haben. <em>Das</em> sind die Klischees, die Sie meiden müssen, weil alle anderen ihnen auf den Leim gehen. Denn  ich  versichere Ihnen, dass 90% der Wettbewerbsbeiträge die erstbeste Idee verwenden.  Schreiben Sie deswegen jetzt, hinterher, nach den Schnellschüssen, einen neuen Beitrag, einen, der nichts von  alledem beinhaltet; einen Text, der der ganz anders ist, aber dennoch im  Thema bleibt.</li>
<li>Sobald Sie beim Gegenlesen      Ihres eigenen  Textes das Gefühl  haben, Sie hätten etwas Geschriebenes vor      sich, eine Story oder gar einen  &#8220;Wettbewerbsbeitrag&#8221;, sollten Sie erwägen, den      Mist komplett  umzuschreiben. (Das ist deutlich wichtiger als drei Rechtschreibfehler.  Die verzeiht ein Juror nämlich, die sind sogar egal.)</li>
</ul>
<p>Nennen Sie mich zynisch. Ich nenne mich hilfsbereit. Wenn ich als  Juror so handle, dann handeln garantiert auch andere Juroren so. Sie  wissen es nun. Wer selber mal bei einem Wettbewerb mitmachen will:</p>
<ul>
<li>Ausschreibungen      alphabetisch <a href="http://www.uschtrin.de/preise.html" target="_blank">uschtrin.de/preise.html</a></li>
<li>Ausschreibungen nach      Genre <a href="http://www.uschtrin.de/preise_genre.html" target="_blank">uschtrin.de/preise_genre.html</a></li>
<li>Blind-Suche (Google/Bing/Yahoo)      nach &#8220;<a href="http://blindsearch.fejus.com/?q=literaturwettbewerbe&amp;type=web" target="_blank">Literaturwettbewerbe</a>&#8220;</li>
</ul>
<p><strong>Eine letzte Sache noch: Sparen Sie sich aufwändige Biographien,</strong> vor  allem solche, in denen Sie Ihre akademischen Karrieren, die fürs  Schreiben  hilfreich sein könnten, oder bestehende Erfolge (bei anderen   Wettbewerben, etc.) aufzählen. Wer einen trostlosen Einstieg liest, in   der Mitte nur Pfusch findet und am Ende eitle Prahlerei über sich   ergehen lassen muss, dessen Urteil fällt unter Umständen noch  harscher  aus als ohnehin schon. Das mag tatsächlich unfair sein, aber es ist  gewiss  menschlich.</p>
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		<title>Zehn Regeln für das Schreiben (nicht nur von Fiction)</title>
		<link>http://dichterunddenker.com/2010/04/zehn-regeln-schreiben-non-fiction/</link>
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		<pubDate>Mon, 12 Apr 2010 06:00:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Im Guardian, den ich auch im Print immer wieder ganz nett finde, fand ich soeben durch Zufall online einen Artikel namens „Ten rules for writing fiction“, Adresse am Ende des Posts. Warum Sie den lesen müssen? Weil hier nicht irgendwelche Theoretiker zu Wort kommen, sondern Praktiker wie Elmore Leonard, Margaret Atwood, Geoff Dyer, Jonathan Franzen, Neil Gaiman, PD James und viele andere. Natürlich sind das alles Schriftsteller und viele von uns „nur“ Sachtexter - aber wie ich auf meinen Schreibtrainings gerne betone: Fast alles, was in der Literatur gilt, gilt auch bei einem guten Sachtext.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Guardian, den ich auch im Print immer wieder ganz nett finde, fand ich soeben durch Zufall online einen Artikel namens „Ten rules for writing fiction“, Adresse am Ende des Posts. Warum Sie den lesen müssen? Weil hier nicht irgendwelche Theoretiker zu Wort kommen, sondern Praktiker wie Elmore Leonard, Margaret Atwood, Geoff Dyer, Jonathan Franzen, Neil Gaiman, PD James und viele andere. Natürlich sind das alles Schriftsteller und viele von uns „nur“ Sachtexter &#8211; aber wie ich auf meinen Schreibtrainings gerne betone: Fast alles, was in der Literatur gilt, gilt auch bei einem guten Sachtext.</p>
<p><strong>Der von mir verehrte Elmore Leonard rät</strong>: <strong><em>„Never use a verb other than &#8217;said&#8217; to carry dialogue.“</em></strong> Diese Regel beherzige ich seit Jahren aus wahrscheinlich den gleichen Gründen wie er; Kunden hingegen glauben oft, <em>„&lt;Aussage&gt;&#8221;, freut sich Oberheinz XY</em> wäre eine unverzichtbare Grundzutat von Pressetexten. <strong><em>„Never use an adverb to modify the verb „said“ . . . he admonished gravely.“</em></strong>, schiebt Leonard schmunzelnd nach. Danke!</p>
<p>Sehr schön auch dieser Hinweis, der auch für Sachtexte gilt: <strong><em>„&#8230;leave out the part that readers tend to skip. Think of what you skip reading a novel: thick paragraphs of prose &#8230;“</em></strong><br />
Nun ist es ja so, dass der Sachtexter eine Agenda hat und eine bestimmte Auswahl von Informationen rüberbringen will, ja muss! -, daher beherzigt er diese Regel selten. Hier beißt sich aber die Katze aber in den Schwanz, denn man bringt auch keine Info rüber, wenn der Leser den informationsreichen Teil einfach überfliegt. Hier ist die Kunst der Textstrukturierung gefragt. Jeder Absatz ist eine neue Chance, den Leser wieder in den Text zu holen.</p>
<p><strong>Roddy Doyle hat ebenfalls ein paar gute Tipps</strong> auf Lager: <strong><em>„Fill pages as quickly as possible“</em></strong>, rät er zunächst, dann <strong><em>„Until you get to Page 50. Then calm down, and start worrying about the quality.“</em></strong>. Großartig! Schöner hätte ich das nicht sagen können, bei mir lautet das immer so: Schreiben Sie erst mal so viel wie möglich, bis Ihnen die Puste ausgeht. Und schmeißen Sie dann 90 Prozent weg.</p>
<p><strong>Für mich persönlich ist die Kunst des Schreibens nämlich vor allem die Kunst, sich von Geschriebenem zu verabschieden</strong>. Es mag Leute geben, bei denen jeder Satz und Absatz sofort sitzt. Ich gehöre nicht zu diesen Genies. Was ich schreibe, finde ich erst einmal schlecht. Die zweite Version ist noch viel schlechter. Erst die dritte wird mir sympathisch. Und so weiter.</p>
<p>Nun könnte man argumentieren, für solche Spielchen fehle einem Lohnschreiber die Zeit. Dem halte ich Zweierlei entgegen:<br />
1. Es gibt keinen Unterschied zwischen einem professionellen Sachtexter und einem professionellen Literaten, nur Auftraggeber und Aufgabenstellung sind verschieden. Beide sollte jedoch verbinden, das bestmögliche Ergebnis (Bestseller, Blümchenlyrik, große Kunst, eine Werbebroschüre) zu produzieren, denn das verstehe ich unter Professionalität. Anders gesagt: Wenn &#8216;Spielchen&#8217; helfen, professionelle Ergebnisse zu erzielen, bin ich voll dafür, ey.<br />
2. Der Trick ist natürlich, die erste Version rasant hinzurotzen. <strong>Ich behaupte: Viele von uns müssen erst mal die schlechte Fassung eines Textes schreiben, ehe sie die gute schreiben können.</strong> An der schlechten führt kein Weg vorbei, und zur guten Version führt ausschließlich der Weg über die schlechte. Daher spricht vieles dafür, die schlechte erste Rohfassung – und ihre Schwester, die erste halbherzige Überarbeitung – so schnell wie möglich hinter sich zu lassen.</p>
<p>Ja, natürlich taugen nicht alle Tipps für „fiction writer“ automatisch für Autoren von Sachbüchern, Informationstexten und was sonst noch so Geld bringt. Dennoch: „Ten rules for writing fiction“ hat mir schon beim Lesen Spaß gemacht, predigt an vielen Stellen dasselbe wie ich selbst immer predige – zum Beispiel: es einfach tun / wenn einem nichts mehr einfällt: ne Pause machen / sich alles selber laut vorlesen – und spiegelt obendrein den Humor einiger der Autoren. Zum Beispiel lohnen schon allein Margaret Atwoods erste Tipps die Lektüre von „Ten rules for writing fiction“: <a href="http://www.guardian.co.uk/books/2010/feb/20/ten-rules-for-writing-fiction-part-one" target="_blank">erster Teil hier</a>, <a href="http://www.guardian.co.uk/books/2010/feb/20/10-rules-for-writing-fiction-part-two">zweiter Teil hier</a> &#8211; viel Spaß!</p>
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		<title>Von der Gnade, nicht Recht haben zu müssen</title>
		<link>http://dichterunddenker.com/2010/03/von-der-gnade-nicht-recht-haben-zu-mussen/</link>
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		<pubDate>Mon, 29 Mar 2010 06:17:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[denken]]></category>
		<category><![CDATA[relaxen]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute mal was philosophisches (light): Warum ich es zunehmend als Gnade empfinden, mich vom Zwang befreit zu haben, immer oder zumindest oft Recht haben zu müssen...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Dienstleister hat man es immer wieder mal mit problematischen Kunden zu tun. Da werden dann klar kommunizierte Dinge falsch verstanden, schriftliche Briefings im Nachhinein neu interpretiert und vieles mehr. Das alles ist nur allzu menschlich und völlig in Ordnung, denn auftraggebende Personen befinden sich ja ihrerseits in einem Gestrüpp firmenpolitischer Intrigen und menschlicher Tragödien, und für sie ist es am einfachsten, Externe zu bashen, um intern einen Restglanz zu bewahren.</p>
<p>Es ist aber eben doch auch ein Riesenspaß, vor allem, weil eine wachsende Anzahl erwachsener Mitmenschen es für Notwendig halten, Dinge an die große Glocke zu hängen und an den &#8220;großen Verteiler&#8221; zu mailen. (Ich dachte wirklich, das hätten wir in den 90ern abgehakt.) Als Dienstleister steht man dann immer wieder vor der Frage, ob man den Hinweis, der den wahren derzeitigen Aufenthaltsort maximaler Blödheit klären würde, ebenfalls an den großen Verteiler zurückschreibt.</p>
<p><strong>Zu den Freuden des Alterns</strong> gehört die Gnade, das nicht mehr zu wollen. Mehr noch: Ich persönlich muss inzwischen nicht mal mehr eine einzelne, mich anpöbelnde Person auf ihre Fehler hinweisen (es sei denn, freilich, sie gefährden das Projekt). Neulich hatte ich einen besonders blöden unhaltbaren Vorwurf vorliegen, dessen Substanzlosigkeit man sich auch selbst hätte klarmachen können. In &#8211; ich schwöre &#8211; allerunschuldigster Unschuld zeigte ich den einfachen Lösungsweg auf, und statt eines &#8220;Danke&#8221; oder wenigstens eines beschämten Schweigens erhielt ich einen Nachtritt per Mail (in diesem Medium fühlen sich offenbar besonders viele bemüßigt, dem Schlechten in ihnen freien Lauf zu lassen).</p>
<p>Man denke sich nur: Dieser unglückliche Mitmensch hat fünf Minuten seines Lebens verschwendet, nur um mir irgendwie reindrücken zu können, dass am Ende doch er im Recht gewesen wäre und nicht ich. Ich hätte nun, den klassischen Spielregeln folgend, meinerseits ebenfalls fünf Minuten meines Lebens verschwenden können, um zu argumentieren, warum man das auch anders sehen kann, weil ja nämlich in Wirklichkeit ich ich ich etc pepe&#8230;</p>
<p>Ich habe darauf verzichtet (und statt dessen diesen Beitrag hier verfasst, der natürlich seinerseits als ultimatives Meta-Rechthaben-wollen angreifbar ist.).<br />
Und ich bemerke, dass ich das immer öfter tue: auf das Rechthaben verzichten. Nicht aus Angst, einen Kunden zu vergraulen &#8211; meine Dienstleistung ist ja nicht &#8220;Unterwürfigkeit&#8221; -, sondern weil es die Mühe nicht lohnt. Niemand wird schlauer, wenn man ihm sagt, wie dumm seine Frage und sein Vorwurf sind. Zugleich ist ja immerhin auch möglich, dass ich im Unrecht bin, mich irre, und die Große (eitle) Verteidigungsrede also völlig vergebens halte. Also kann man sich auch entspannen (wenn man das kann). <strong>Daher empfinde ich es <strong>z</strong></strong><strong>unehmend </strong><strong>als Gnade,</strong> <strong>nicht mehr Recht haben zu  müssen.</strong></p>
<p>Man denke nur an all die Meetings, in denen von zehn Konzepten nur eines überleben kann. Ein Großteil der Zeit in ihnen wird nur damit verbracht, dass die Vertreter von neun nicht überleben werdenden oder nicht überlebt habenden Konzepten wortreich &#8220;beweisen&#8221;, dass sie mit ihrem Konzept aber doch Recht gehabt hätten, irgendwie. Das alles könnten wir uns sparen, wenn wir einfach öfter einfach Mal darauf <em>verzichten</em>, Recht haben zu müssen. Dieses verbissene Siegen-wollen ist kaum weniger peinlich als interviewte Fußballer, die nach dem 0:5 wortreich erklären, warum man *eigentlich* hätte gewinnen *müssen*.</p>
<p><strong>Alles verschwendeter Atem.</strong> Wenn das &#8220;Game Over&#8221; blinkt, ist das Spiel vorbei &#8211; und das bedeutet ja auch, dass ein neues beginnt. In dem Film &#8220;<a href="http://www.imdb.com/title/tt0109707/quotes" target="_blank">Ed Wood</a>&#8221; telefoniert der legendäre Regisseur nach seinem ersten, miesen Streifen mit seinem enttäuschten Produzenten.</p>
<blockquote><p>Ach wirklich? Der schlechtes Streifen, den Sie je gesehen haben, soso. &#8211; Na, macht nichts: Der nächste wird besser! Hallo? Hallo?</p></blockquote>
<p><strong>&#8220;Der nächste wird besser!&#8221;</strong> Das ist eine Haltung, die ich gut finden kann.</p>
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		</item>
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		<title>Lesen Sie (ver)alte(te) Zeitungen!</title>
		<link>http://dichterunddenker.com/2010/03/lesen-sie-veraltete-zeitungen/</link>
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		<pubDate>Thu, 18 Mar 2010 06:47:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Hysterie]]></category>
		<category><![CDATA[lesen]]></category>
		<category><![CDATA[Prioritäten]]></category>

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		<description><![CDATA[Zeitungen lese ich kaum mehr wegen tagesaktueller News. Ich spreche sicher nicht für den Mann von der Straße (und glaube auch nicht daran, dass Zeitungen &#8220;tot&#8221; sind), aber wer morgens in der Dusche Radio hört, am Smartphone zig RSS-Junks-Feeds zieht und sich abends noch in die Tagesschau zappt, der braucht die selben Agenturstories nicht auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright size-full wp-image-270" title="gazeta" src="http://dichterunddenker.com/wp-content/uploads/2010/03/gazeta.jpg" alt="" width="200" height="305" />Zeitungen lese ich kaum mehr wegen tagesaktueller News. Ich spreche sicher nicht für den Mann von der Straße (und glaube auch nicht daran, dass Zeitungen &#8220;tot&#8221; sind), aber wer morgens in der Dusche Radio hört, am Smartphone zig RSS-Junks-Feeds zieht und sich abends noch in die Tagesschau zappt, der braucht die selben Agenturstories nicht auch noch schlecht um/geschrieben in der &#8220;Welt kompakt&#8221; lesen (Springer hat angeblich einen Newsroom von 400 Journalisten &#8211; ich frage mich, was die da den ganzen Tag machen).</p>
<p>Daher lese ich fast nur noch Wochenzeitungen. Doch obwohl &#8220;News&#8221; (gedruckt) längst nicht mehr so sinnvoll  sind wie früher, versuchen leider auch Wochenzeitungen wie die Zeit oder die FAS noch immer,  irgendwie &#8220;aktuell&#8221; zu sein. <strong>Ich lese daher diese Zeitungen,</strong> in denen ich nach wie  vor sehr gerne blättere, <strong>nur noch mit etwa dreiwöchiger Verspätung</strong>. Und kann das jedem nur zur Nachahmung empfehlen.</p>
<p><strong>Etwas  erstaunliches passiert dann:</strong> Die Wichtigkeit verschiebt sich, der ach so heiße Top-Titel ist uninteressant, der um Weitsicht bemühte Leitartikel hat sich überlebt und wurde von der Wirklichkeit eingeholt, all die vagen Phrasen (&#8220;wird sich nun zeigen&#8221;) haben sich bestätigt oder wurden widerlegt. Viele Artikel haben sich erübrigt, die  Hysterien sind abgeklungen, durchs Dorf wird längst eine neue Sau getrieben, die alte ist aus der Sicht und aus dem Sinn. <strong>Was übrig bleibt,</strong> sind die Artikel  und Beiträge, die &#8211; finde ich &#8211; <em>wirklich</em> lesenswert sind, und die im Online-Junk kaum Platz erhalten, obwohl es gerade dort nicht an ihm mangelt.</p>
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		<title>Wenn nichts mehr weitergeht: Lassen Sie es gut sein!</title>
		<link>http://dichterunddenker.com/2010/03/wenn-nichts-mehr-weitergeht-lassen-sie-es-gut-sein/</link>
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		<pubDate>Sat, 13 Mar 2010 14:48:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
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		<category><![CDATA[befreien]]></category>
		<category><![CDATA[Blockade]]></category>

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		<description><![CDATA[Gestern beschäftigte mich ein Problem. Ich verschwendete sicher einen halben Tag an seine Lösung, und doch fand ich sie nicht. Ich ließ es gut sein, legte den Rechner schlafen und las ein Buch, dass damit rein gar nichts zu tun hatte. Heute morgen startete der PC mit genau denselben Fenster, mit denen ich ihn gestern verlassen hatte, und ich hatte die Lösung - nach dem Duschen, parallel zum Mail-Checken, noch vor dem Frühstück - in Sekunden. Die Ausarbeitung fehlt natürlich noch, aber das eigentliche Hindernis ist über Nacht verschwunden. Wer hat es weggeräumt?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern beschäftigte mich ein Problem. Ich verschwendete sicher einen halben Tag an seine Lösung, doch ich fand sie nicht. Schließlich ließ ich es gut sein, legte den Rechner schlafen und las ein Buch, das damit rein gar nichts zu tun hatte. Heute morgen startete mein Rechner mit genau denselben Fenstern, mit denen ich ihn gestern verlassen hatte, und zack! &#8211; da war die Lösung, gefunden in Sekunden, nach dem Duschen, parallel zum Mail-Checken, noch vor dem Frühstück, mit nassen Haaren, im Stehen. Klar, die Ausarbeitung und Umsetzung fehlt natürlich noch, aber das ist alles nur &#8220;Arbeit&#8221; &#8211; das eigentliche Hindernis hingegen, das ist über Nacht verschwunden. Doch wer hat es weggeräumt?</p>
<p>Im Wissenschaftsboulevard liest man, dass unser Hirn über Nacht den ganzen vorherigen Tag durchackern und alle aufgenommenen Informationen neu sortieren würde. Und eben das sei der Grund, warum &#8220;eine Nacht drüber schlafen&#8221; ein guter Weg wäre, um zu neuen, besseren Grundlagen einer Entscheidung zu kommen. Hmm. Mir persönlich kommt zunehmend der Verdacht, dass niemand das Hindernis für mich aus dem  Weg geräumt hat &#8211; vielmehr war ich selbst das Hindernis. Ich, gestern Abend, abgearbeitet, verzweifelt, das Problem schnell noch lösen wollend, ehe der Tag endete, ich <em>war</em> die Blockade.</p>
<p>Der Mensch, der heute morgen durch meine Augen blickte, war ein anderer, sein Blick auf die Dinge war es ebenfalls.</p>
<p>Daher mein Rat an alle, die es sich leisten können: Lassen Sie es gut sein, schlafen Sie eine Nacht drüber! Oder, wenn es dafür noch nicht spät genug ist (;-), gehen Sie auf eine Tasse Tee vor die Tür. Treffen Sie sich mit einem Bekannten zum Mittagessen, reden Sie dabei aber nicht über das Problem. Es löst sich, das beobachte ich immer öfter, wie von selbst.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Kunst und Technik des Erzählens – kostenlos erhältlich</title>
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		<pubDate>Thu, 28 Jan 2010 22:18:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Franz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[„Erzählen lernt man, indem man es tut“, Otto Kruse. Und dabei hilft sein kostenlos erhältliches Buch.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } -->„Erzählen lernt man, indem man es tut.“ &#8211; so Otto Kruse. Und beim Tun und Erlernen hilft sein erstklassiges Lehrbuch, das er für Geschichtenerzähler geschrieben hat.</p>
<p>Das Buch „Kunst und Technik des Erzählens“ richtet sich nicht nur an professionelle Erzähler – Romanautoren, Journalisten, Redner, etc.: Es hilft jedem, der eine Geschichte erzählen will, ob im Beruf, in Politik, Werbung, in der Beratung (Stichwort Storytelling), im Coaching oder just for fun.</p>
<p>So zeigt es, wie man Aufmerksamkeit gewinnt, Spannung aufbaut, die Gefühle des Lesenden oder Zuhörers anspricht und wie man seine eigene Erzählstimme findet. Auch beim Organisieren des Schreibprozesses und beim Überwinden von Blockaden ist das Buch von Nutzen.</p>
<p>Es ist kein Lese-, sondern ein Schreib-Buch: Sicher, man kann das Buch auch einfach nur mit Genuss lesen, es ist gut geschrieben und angenehm zu lesen. Wer aber wirklich Nutzen aus dem Buch ziehen will, arbeitet die knapp 50 praktischen Übungen durch – Erzählen lernt man schließlich, indem man es tut.</p>
<p>Das Buch ist 2001 bei Zweitausendeins erschienen, heute aber nicht mehr beim Verlag lieferbar (ISBN 3861503921). Antiquarisch findet man das Buch manchmal noch für 40 bis 50 Euro.</p>
<p>Erfreulicherweise hat der Autor das Manuskript inzwischen in Form einer PDF-Datei kostenlos zum Download bereitgestellt. Zu finden ist es auf der Website des <a title="Download des Buchmanuskripts" href="www.zps.zhaw.ch/de/linguistik/zentrum-fuer-professionelles-schreiben.html" target="_blank">Zentrums für Professionelles Schreiben der Zürcher Hochschule Winterthur</a>, das Kruse heute leitet.</p>
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		<title>10 Tipps für Romanautoren</title>
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		<pubDate>Mon, 18 Jan 2010 15:24:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Franz</dc:creator>
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		<category><![CDATA[kreativ]]></category>
		<category><![CDATA[notieren]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich bin ja kein Freund von &#8220;Die 10 besten Tipps zu xyz&#8221;. Aber die Tipps, die Elmore Leonard in einem Beitrag für die New York Times veröffentlicht hat, sollte sich wirklich jeder Romanautor hinter die Ohren schreiben und gut sichtbar an den Bildschirm pinnen. Und sich bitteschön auch daran halten.
Zu finden sind die Tipps hier.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin ja kein Freund von &#8220;Die 10 besten Tipps zu xyz&#8221;. Aber die Tipps, die Elmore Leonard in einem Beitrag für die New York Times veröffentlicht hat, sollte sich wirklich jeder Romanautor hinter die Ohren schreiben und gut sichtbar an den Bildschirm pinnen. Und sich bitteschön auch daran halten.</p>
<p>Zu finden sind die Tipps <a title="Elmore Leonard - Tipps für Schriftsteller" href="http://www.nytimes.com/2001/07/16/arts/writers-writing-easy-adverbs-exclamation-points-especially-hooptedoodle.html?pagewanted=1" target="_blank">hier</a>.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Wortwiederholungen vermeiden &#8211; dank Textanz</title>
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		<pubDate>Wed, 13 Jan 2010 15:28:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Franz</dc:creator>
				<category><![CDATA[analysieren]]></category>
		<category><![CDATA[dichten]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Wortwiederholungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Textanz hilft, Wortwiederholungen im Text aufzuspüren.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } 		H2 { margin-bottom: 0.21cm } 		H2.western { font-family: "Arial", sans-serif; font-size: 14pt; font-style: italic } 		H2.cjk { font-family: "MS Mincho"; font-size: 14pt; font-style: italic } 		H2.ctl { font-size: 14pt; font-style: italic } 		A:link { so-language: zxx } -->Wenn ich die Zeit habe, nach dem Schreiben den Text ein, zwei Tage liegen zu lassen und dann noch einmal zu lesen, springen mir Wortwiederholungen meist sofort ins Auge. In der Praxis ist aber oft nicht so viel Zeit. Da nehme ich ein kleines englischsprachiges Tool namens Textanz zu Hilfe, das eine Konkordanz aller im Text verwendeten Wörter zusammenstellt und – das ist der entscheidende Punkt – ein mehrfach verwendetes Wort im Kontext farbig markiert. So sehe ich, ob ein Wort in einem Absatz gleich mehrmals vorkommt und wie häufig es über den gesamten Text verteilt ist.</p>
<h3>Wie nutze ich Textanz?</h3>
<p>Einen im Textprogramm geschriebenen Text kopiere ich über die Zwischenablage in das Textanz-Fenster. Dort stelle ich auf dem Register „Options“ ein, wie das Programm arbeiten soll und definiere unter „Ignored words“, welche Wörter gar nicht erst in der Wortliste angezeigt werden sollen (zum Beispiel er, sie, es, ist, sind, &#8230;).</p>
<p>Dann lasse ich über den Button „Start calculation“ die Konkordanz erzeugen.</p>
<p>Auf dem Register „Phrase frequency“ zeigt Textanz die gefundenen Wörter und ihre Häufigkeit sowie häufig vorkommende Wortkombinationen (aus 2 bis 3 Wörtern). Auf Wortformen nimmt das Programm hier keine Rücksicht – dafür ist das Register „Wordforms“ da.</p>
<p>Wie im Bild zu sehen, zeigt Textanz hier die in einem Satz verwendeten Wörter „einfache“ und „einfach“ als Wiederholungen an, auf dem Register „Phrase frequency“ dagegen nicht.</p>
<div id="attachment_260" class="wp-caption aligncenter" style="width: 450px"><a href="http://dichterunddenker.com/wp-content/uploads/2010/01/Textanz-Wordforms1.gif"><img class="size-large wp-image-260" title="Wortformen in Textanz" src="http://dichterunddenker.com/wp-content/uploads/2010/01/Textanz-Wordforms1-440x291.gif" alt="Textanz" width="440" height="291" /></a><p class="wp-caption-text">Textanz sortiert hier nach Wortformen und zeigt Wiederholungen an.</p></div>
<p>Das Register „Phrase frequency“ ist damit nicht überflüssig: Auf „Wordforms“ erscheinen nur die Wörter, die in mehreren Formen vorkommen, auf „Phrase frequency“ sind alle Wörter (außer dem „Ignored words“) aus dem Text aufgeführt.</p>
<p>Bei der Suche nach Wiederholungen nutze ich also beide Register. Auf jeden der Register lasse ich die Einträge nach der Spalte „frequency“ sortieren und gehe dann die Begriffe/Wortformen, die häufiger auftauchen, der Reihe nach durch. Bei Fachbegriffen oder Wörtern, die sich in dem Text einfach nicht vermeiden lassen, spare ich mir das meist.</p>
<p>Nach einem Klick auf ein Wort erscheint daneben ein Drop-Down-Menü, in dem die relativen Positionen angezeigt werden, an denen der Begriff vorkommt. Für mich spannender ist der Befehl „highlight all“: Damit lasse ich im Textfenster rechts alle Stellen hervorheben, an denen das Wort auftaucht.</p>
<p>Das Bearbeiten des Textes ist in Textanz nicht möglich. Das heißt: Korrekturen führe ich direkt im Originaldokument durch.</p>
<h3>Fazit</h3>
<p>Textanz ist ein für mich nützliches kleines Tool, das die Lücke schließt, die meine Textprogramme (OpenOffice.org Writer, Word und Scrivener auf dem Macintosh) lassen. Damit finde ich schnell Wortwiederholungen und bekomme eine Liste der verwendeten Wörter. Mehr nicht – mehr brauche ich aber auch nicht.</p>
<p>Bezugsquelle: <a title="Cro-Code.com" href="http://www.cro-code.com" target="_blank">www.cro-code.com</a><br />
Preis: ca. 17 Euro<br />
Windows XP, Vista, Windows 7</p>
<h2>Textprogramme mit Wiederholungserkennung</h2>
<ul>
<li><a title="Papyrus Autor" href="http://www.papyrus.de" target="_blank">Papyrus Autor III</a>: erhältlich für Windows und Mac OS X, kostet in der Download-Version inkl. Duden Korrektor 149 Euro</li>
<li><a title="Apple Pages" href="http://www.apple.com/de" target="_blank">Apple Pages 09</a>: erhältlich für Mac OS X, kostet im iWork-Paket 79 Euro</li>
</ul>
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		<title>Trekstor Memo: digitales Aufnahmegerät</title>
		<link>http://dichterunddenker.com/2010/01/trekstor-memo-digitales-aufnahmegeraet-voicerecorder/</link>
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		<pubDate>Sat, 09 Jan 2010 15:00:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[jederzeit]]></category>
		<category><![CDATA[notieren]]></category>
		<category><![CDATA[audio]]></category>
		<category><![CDATA[Diktiergerät]]></category>
		<category><![CDATA[Gadgets]]></category>
		<category><![CDATA[Ideen]]></category>
		<category><![CDATA[Notizen]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Trekstor Memo kombiniert einen USB-Strick mit einem extrem simplen Diktiergerät - ideal, um sich unterwegs Ideen akustisch zu notieren oder auch als Backup-System für Interviews.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://trekstor.de/de/products/detail_usb.php?pid=14&amp;page=3"><img class="alignright size-full wp-image-257" title="usb-stick_mit_aufnahmefunktion" src="http://dichterunddenker.com/wp-content/uploads/2010/01/usb-stick_mit_aufnahmefunktion.jpg" alt="Trekstor Memo" width="130" height="412" /></a>Ich hatte schon so manches digitale Diktiergerät und habe sie alle gehasst, daher habe ich auch wieder ein analoges (Sony M-570, völlig OK). Doch gestern flanierte ich so durch den Saturn, da fiel mein Blick auf einen <strong>USB-Speicherstick</strong> namens <strong>Trekstor Memo</strong>, der gleichzeitig auch als <strong>Diktiergerät</strong> dienen kann. Klang praktisch, daher griff ich zu, und zwar zur 4-GByte-Version, die 23 Euro kostete (Preischeck bei Amazon: etwa 10 Euro mehr).</p>
<p><strong>Der kleine, leichte Voice Recorder ist so simpel,</strong> wie es simpler nicht sein könnte: Links außen (siehe Bild) gibt&#8217;s einen geriffelten Schiebeschalter, der das Diktiergerät an- und ausschaltet. Die LED in der Mitte oben blinkt dann blau. Drückt man einmal auf REC, beginnt die Aufzeichnung, die LED blinkt rot. Drückt man nochmal drauf, stoppt die Aufnahme wieder. Per PLAY spielt das Gerät dann ab, mangels Kopfhöreranschluss über einen Mini-Lautsprecher. Die zwei Tasten an der Seite rechts dienen wahlweise zum Skippen zwischen einzelnen Aufnahmen (Spulen innerhalb einer Aufnahme geht nicht), oder sie ändern &#8211; durch gehaltenes Drücken &#8211; die Lautstärke der Wiedergabe.</p>
<p><strong>Der eingebaute Lautsprechers schnarrt</strong> ziemlich, aber auch nicht schlimmer als der eines Microkassetten-Diktiergeräts &#8211; mir reicht es völlig. Denn der Clou ist ja, dass ich zuhause das Ding in einen USB-Port stecke (USB-Stecker lässt sich oben herausschieben), denn dann ist das Gerät nichts anderes als ein USB-Stick. Die Audio-Dateien liegen dort im WMA-Format vor, das inzwischen alle Systeme (Windows, Mac, Linux) abspielen und bearbeiten können. Der Stick wird an meinem Mac ebenso erkannt wie in Windows,nur für die seitlichen Anschlüsse einer flachen Mac-Tastatur ist der Stick zu wuchtig.</p>
<p><strong>Die *.WMA-Aufnahmen</strong> sind mit der Bitrate 160 kBit/sec codiert und liegen aufgeräumt im Verzeichnis <em>/MICIN.DIR/</em>. Das ist reichlich, der Stick belegt so gut 4 MByte in knapp 4 Minuten. Laut Herstellerangaben kommt das Gerät mit einer Akkuladung auf über 2 Stunden Aufnahmezeit &#8211; das habe ich nicht ausprobiert, denn ich brauche ja nur kurze Notizen. Geladen wird der Stick über USB.</p>
<p><strong>Zum Anhören:</strong> <a href="../wp-content/uploads/2010/01/TREKSTORMEMO.wma">TREKSTORMEMO.WMA</a> &#8211; gesagt wurde: [REC] &#8220;Sprechprobe, 1 2 3, Sprechprobe&#8221; [REC] &#8211; und hier kann man auch gleich ein Problem raushören, denn die Aufnahme beginnt erst zwei Sekunden, nachdem REC gedrückt wurde, und der aufgenommene Stream endet offensichtlich, *bevor* die Aufnahme beendet wurde. Daran muss man sich gewöhnen. Davon abgesehen finde ich die Klangqualität den Umständen entsprechend überraschend gut.</p>
<p><strong>Wofür taugt es?</strong><br />
Als Notizzettel für 23 Euro geht die Audioqualität völlig in Ordnung. Interviews, die nur verschriftet werde, sind damit ebenfalls kein Problem (ich finde es auch ein interessantes, leichtes, billiges Backup-System, falls der andere Recorder mal spinnt). Für Vorlesungen würde ich eher etwas mit Richtmikrofon empfehlen. Für Broadcasts reicht die Qualität keinesfalls, für Podcasts je nach Geschmack nicht wirklich.</p>
<p><strong>Als USB-Stick ist der Trekstor Memo übrigens eine lahme Ente.</strong> Er schreibt schneckengleiche 3 MByte pro Sekunde und liest auch nur mit etwas über 8 MB/s &#8211; einige meiner Werbegeschenk-Sticks sind da flotter. Ich rate daher eher zur 2-GByte-Version. Der Trekstor Memo ist mit 75 x 23 x 14 Millimeter auch deutlich größer als ein normaler Stick (liegt am Akku).</p>
<p><strong>Fazit</strong><br />
Okay, sehen wir den Tatsachen ins Auge: Das Ding ist ein billiges Gadget, funktional kriegt man schon für das doppelte Geld &#8220;echte&#8221; elektronische Diktiergeräte, mit Display &amp; Verwaltungsfunktionen &amp; Pipapo. Doch da braucht man oft spezielle Kabel &amp; Treiber &#8211; den Trekstor Memo stecke ich einfach treiberlos an den Rechner und habe meine Ideen sofort parat. Er bietet Speicherplatz satt und lässt sich auch als Datenspeicher verwenden. 15 Gramm Gewicht finde ich besser als die über 60 Gramm eines normalen Diktiergeräts, AA-Batterien nerven auch. Und ich liebe es, nur ganz wenige Knöpfe zu haben: Aufnahme, Stop, mehr brauche ich bei so einem Ding nicht. <strong>Als simpler Digi-ZEN-Notiz-Rekorder also völlig OK.</strong></p>
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		<title>Präsentieren wie Steve Jobs</title>
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		<pubDate>Tue, 05 Jan 2010 09:03:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[kreativ]]></category>
		<category><![CDATA[präsentieren]]></category>
		<category><![CDATA[kommunizieren]]></category>
		<category><![CDATA[Präsentationen]]></category>
		<category><![CDATA[visuell]]></category>

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		<description><![CDATA[Hier eine sehenswerte Slideshare-Präsentation zum Thema ‘erfolgreich präsentieren’ – aufgehängt an Apple-Mastermind Steve Jobs und seinen berühmt theatralischen Apple-Events.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hier eine sehenswerte Slideshare-Präsentation zum Thema <strong><em>&#8216;erfolgreich präsentieren&#8217;</em></strong> &#8211; aufgehängt an Apple-Mastermind Steve Jobs und seinen berühmt theatralischen Apple-Events. Die Slideshow bietet mehr als nur Oberflächlichkeiten und ist die Zeit, die man braucht, um die 77 Slides durchzuklicken, wirklich wert. Natürlich wird niemand nach dem Betrachten automatisch messianische Präsentationen hinlegen. Aber man kriegt hier sehr schnell ein Bewusstsein dafür, dass eine Präsentation nicht in PowerPoint entsteht &#8211; sondern im Kopf.</p>
<div id="__ss_2609477" style="width: 425px; text-align: left;"><a style="font: 14px Helvetica,Arial,Sans-serif; display: block; margin: 12px 0 3px 0; text-decoration: underline;" title="The Presentation Secrets of Steve Jobs" href="http://www.slideshare.net/cvgallo/the-presentation-secrets-of-steve-jobs-2609477">The Presentation Secrets of Steve Jobs</a><object style="margin: 0px;" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="355" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://static.slidesharecdn.com/swf/ssplayer2.swf?doc=slideshare-091129171652-phpapp01&amp;rel=0&amp;stripped_title=the-presentation-secrets-of-steve-jobs-2609477" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed style="margin: 0px;" type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="355" src="http://static.slidesharecdn.com/swf/ssplayer2.swf?doc=slideshare-091129171652-phpapp01&amp;rel=0&amp;stripped_title=the-presentation-secrets-of-steve-jobs-2609477" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<div style="font-size: 11px; font-family: tahoma,arial; height: 26px; padding-top: 2px;">View more <a style="text-decoration: underline;" href="http://www.slideshare.net/">presentations</a> from <a style="text-decoration: underline;" href="http://www.slideshare.net/cvgallo">Carmine  Gallo</a>.</div>
</div>
<p>Das ganze ist mithin eine kluge Methode dieses Journalisten, viral Werbung für das Buch <em>&#8216;The Presentation Secrets of Steve Jobs&#8217;</em> machen zu lassen. Was wir hiermit gerne tun. Respekt!</p>
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